Fransösiesch war die „ölle“

Fransösiesch war die „ölle“

Interview-Reihe “Sprachbarrieren im privaten und beruflichen Alltag” Teil 7

 

“Fransösiesch war die „ölle“

 

von Sebastian Lübke, 35, deutsch, lebt in Oldenburg.

1. Haben Sie Fremdsprachenkenntnisse? Wenn ja, welche Sprachen sprechen Sie und wie gut?

„Englisch fließend, 2 Jahre unbrauchbares Schulfranzösisch, 3 Jahre Schulspanisch, von dem noch Bruchstücke vorhanden sind.“

2. Welchem Beruf gehen Sie aktuell nach?

„Ich bin Produkt- und Softwareentwickler, arbeite für eine Medienagentur.“

3. Was sind Ihre Aufgaben?

„Wir machen Corporate Publishing, Unternehmenskommunikation. Dazu gehört auch das Entwickeln von Webseiten und Apps. Zu unseren Kunden gehören neben Zeitungsverlagen Firmen wie die Rügenwalder Mühle.“

4. Wo stoßen Sie im beruflichen Alltag auf Sprachbarrieren?

„In der Softwareentwicklung und in der IT-Branche im Allgemeinen ist die „Amtssprache“ englisch. Foren, Communities, Fachlektüre, Schnittstellenbeschreibungen, alles findet in englischer Sprache statt. Sehr gute Englischkenntnisse sind also Voraussetzung. Wer die nicht hat, tut sich schwer. Glücklicherweise bin ich in meinem Fachgebiet sehr sicher, was die Kommunikation auf englisch angeht.“

„Es gibt Projektpartner, mit denen ich ausschließlich auf englisch kommuniziere. Per E-Mail, Skype, Telefon.“

„Bei der Suche nach einem Kooperationspartner haben wir europaweit die Fühler ausgestreckt. Es gab E-Mails, Telefonate und Videokonferenzen mit Firmen in Tschechien, England, Norwegen, Spanien und natürlich Deutschland. Dementsprechend erfolgte die gesamte Korrespondenz in englischer Sprache.“

5. Wie groß ist der Anteil Ihrer fremdsprachlichen Cooperationspartner?

„Projektbezogen verschwindend gering. Auf Weblogs, Communities und in Foren, auf denen ich mich beruflich bewege allerdings sehr hoch.“

6. Wünschen Sie sich manchmal einen Dolmetscher oder einen Übersetzer zur Seite?

„Wenn es um englisch geht, nein. Da fühle ich mich auf meinem Fachgebiet zu sicher.“

7. Haben Sie ein paar sprachliche Patzer auf Lager, die Sie sich geleistet haben?

„Darüber sprechen wir nochmal, wenn ich mal in Frankreich gewesen bin.“

8. Reisen Sie gern?

„Nein, ehrlich gesagt nicht so sehr. Aber ich liebe den Winterurlaub in Österreich!“

9. Was sind Ihre persönlichen Erfahrungen damit, eine Fremdsprache zu erlernen?

„Französisch war die „‚ölle“, das muss ich leider sagen. Der Spanischunterricht war gut und es ist davon auch nach über 15 Jahren noch etwas hängen geblieben. Und englisch war eben notwendig. Im Allgemeinen bin ich kein großer Fan von Sprachunterricht in der Schule. Die Grundlagen mag man dort vielleicht lernen, aber das Gefühl für die Sprache und das Sprechen an sich lernt man erst im Umgang damit. Da sollte der Fokus liegen.“

10. Käme eine Zusammenarbeit mit Sprachbändiger für Sie in Frage?

„Die Medienagentur für die ich tätig bin, deckt glücklicherweise alles innerbetrieblich ab. Sollte sich dennoch einmal ein Bedarf entwickeln, ist Sprachbändiger natürlich mein erster Ansprechpartner. „

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