Manchmal muss man dem Übersetzer auf die Sprünge helfen

Manchmal muss man dem Übersetzer auf die Sprünge helfen

Manchmal muss man dem Übersetzer auf die Sprünge helfen

Interview-Reihe “Sprachbarrieren im privaten und beruflichen Alltag” Teil 8

 

 „Manchmal muss man dem Übersetzer auf die Sprünge helfen“

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von John Doe, deutscher Geschäftsmann aus Niedersachsen

1. Haben Sie Fremdsprachenkenntnisse? Wenn ja, welche Sprachen sprechen Sie und wie gut?

„Ich spreche fließend Englisch, Französisch funktioniert ausreichend.“

 2. Welchem Beruf gehen Sie aktuell nach? Was sind vornehmlich Ihre Aufgaben?

„Ich entwickle Energieprojekte im In- und Ausland. Mein Schwerpunkt liegt in der finanztechnischen Konzeption und in der Vertragsverhandlung. Nach Abschluss der Investitionsphase verantworte ich die Verwaltung der Projekte, die fast immer in einer eigens hierfür gegründeten Zweckgesellschaft realisiert werden.“

 3. Wo stoßen Sie in Ihrem beruflichen Alltag auf Sprachbarrieren?

„Insbesondere im Mailschriftverkehr bzgl. der Projekte in Italien. Vor allem behördliche E-Mails werden nur in Landessprache versendet. Einige Texte kann ich mir selbst herleiten. Fast immer hole ich mir aber Unterstützung dazu. Das ist deswegen erforderlich um sicherzustellen, dass keine Information falsch aufgenommen wird oder gar an mir vorbei geht.“

 4. Wie groß ist der Anteil Ihrer fremdsprachlichen Kunden?

„Aktuell verwalte ich drei Gesellschaften in Italien. Das ist gemessen am Rest ein eher kleiner Teil.“

 5. Wie kommunizieren Sie mit Menschen die kein oder nur ein unzureichendes Deutsch sprechen? Kommt das vor?

„Das kommt regelmäßig vor. Termine und Telefonkonferenzen werden fachlich begleitet. Entweder greife ich auf Rechtskanzleien zurück, die beide Sprachen beherrschen. Oder ich bediene mich der Hilfe von Dolmetschern. Das hängt insbesondere vom Gesprächsinhalt ab.“

 6. Wäre ein Dolmetscher manchmal von Vorteil für Sie?

„Ja. Früher regelmäßiger, aber auch heute noch gelegentlich.“

 7. Kommt es vor, dass Sie Ihren Arbeitgeber im Ausland vertreten müssen oder sind dafür andere zuständig? Wenn ja, welche Länder haben Sie bisher geschäftlich bereist?

„Ja, Termine im Ausland kommen gelegentlich vor. Die Häufigkeit hängt von der Phase eines Projekts ab, in der es sich gerade befindet. Anfangs ist es deutlich häufiger – im Rahmen der Verwaltung nimmt das dann ab.“

„Bisher hatte ich Verhandlungsrunden in Italien, Tschechien und Polen.“

 8. Gibt es ein oder zwei denkwürdige oder auch lustige Situationen, die Sie während einer Auslandsreise oder eines Gespräches mit einem fremdsprachlichen Kunden erlebt haben? Sprachliche Patzer und interkulturelle Fettnäpfchen nehme ich auch gern.

„Die gibt es tatsächlich und meistens sind das die witzigen Momente, die zur allgemeinen Auflockerung der Situation führen. Schön sind auch die Momente, in denen der Übersetzer die Dinge nicht richtig versteht und dabei versucht es sich nicht anmerken zu lassen. Kein Übersetzer beherrscht alle Fachtermini. Es ist eben ein Unterschied, ob elektrotechnische Zusammenhänge oder finanzwirtschaftliche Themen besprochen werden. Manchmal muss man dem Übersetzer dann auch auf die Sprünge helfen, damit die Ergebnisse am Ende passen. Das ist spannend und hat bisher immer gut geklappt!“

 9. Wer ist für Sie Ansprechpartner bei Übersetzungsfragen? Käme eine zukünftige Zusammenarbeit mit Sprachbändiger in Frage?

„Ich arbeite seit vielen Jahren mit einer Übersetzerin (Deutsch-Italienisch) aus Niedersachsen zusammen, die auf den Bereich Architektur/Ingenieurwesen spezialisiert ist. Die Zusammenarbeit schätze ich sehr. Sollten neue Themen dazu kommen, melde ich mich hiermit gerne bei Ihnen!“

 

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