Wenn meine Schwiegermutter anruft, wünsche ich mir einen Dolmetscher

Wenn meine Schwiegermutter anruft, wünsche ich mir einen Dolmetscher

Wenn meine Schwiegermutter anruft, wünsche ich mir einen Dolmetscher

Interview-Reihe “Sprachbarrieren im privaten und beruflichen Alltag” Teil 5

 

„Wenn meine Schwiegermutter anruft, wünsche ich mir einen Dolmetscher“

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von José, 32 aus Spanien, lebt seit einem halben Jahr in Hamburg, vorher 5 Jahre in Oldenburg, ist mit einer Georgierin verheiratet.

1. Haben Sie Fremdsprachenkenntnisse? Wenn ja, welche Sprachen sprechen Sie und wie gut?

„Ja, ich kann Deutsch und Englisch ziemlich gut, Spanisch ist meine Muttersprache. Französisch kann ich, aber nicht so gut.“

 2. Welchem Beruf gehen Sie aktuell nach? Hat ihre Firma eine internationale Ausrichtung?

„Ich bin Softwareentwickler in Hamburg. Bei meiner Firma arbeiten ein paar Ausländer aber es gibt keine internationale Ausrichtung.“

 

 3. Was sind vornehmlich Ihre Aufgaben?

„Ich spreche mit den Kunden über Ihre Wünsche und Anforderungen und entwickle Software für sie.“

 

 4. Wo stoßen Sie in Ihrem beruflichen oder privaten Alltag auf Sprachbarrieren?

„In meinem privaten Leben habe ich Probleme mit der Familie meiner Frau, weil sie aus Georgien kommt und ich kaum Georgisch spreche. Im beruflichen Alltag habe ich kein Problem.“

 

 5. In wieweit unterscheiden sich „typisch deutsche“ Gepflogenheiten zu den spanischen? Wie wichtig ist Ihrer Meinung nach interkulturelle Kompetenz?

„Es gibt viele Unterschiede, aber die wichtigsten sind meiner Meinung nach die Zeitplanung und das Leben draußen.“

„Interkulturelle Kompetenz finde ich sehr wichtig, da viele Sachen ganz unterschiedlich sind in verschiedenen Kulturen. In dem konkreten Beispiel mit Deutschland und Spanien ist es nicht so deutlich, aber besonders in ferneren Ländern sollte man diese Kompetenz beherrschen.“

 

 6. Wünschen Sie sich manchmal einen Dolmetscher oder Übersetzer zur Seite?

„Ja klar! Wenn ich in einem Land bin, dessen Sprache ich nicht kenne oder wenn meine Schwiegermutter anruft.“

 

 7. Haben Sie ein paar sprachliche Patzer auf Lager, die Sie sich geleistet haben? Interkulturelle Fettnäpfchen nehme ich auch gern.

„Am Anfang hier in Deutschland konnte ich sehr schlecht Deutsch und einmal an der Uni saß ich an einem Tisch und wartete auf einen Freund, der Kaffee kaufen wollte. Während ich alleine war, kam eine Person und fragte, ob der Stuhl frei wäre. Da ich das nicht verstanden habe, antwortete ich mit „ja“. Da hat die Person den Stuhl genommen und ich musste einen anderen für meinen Freund suchen.“

 

8. Können Sie eine oder zwei lustige Situationen zum Besten geben?

„Ich war einmal mit meiner Mitbewohnerin im Wohnzimmer und ich sagte ihr, dass ich meine Note von einer Prüfung abholen musste. Aber ich hatte as „o“ zu kurz ausgesprochen und sie hatte verstanden, dass ich meine Nutte abholen musste. Wir haben lange darüber gelacht.“

 

 9. Reisen Sie gern? Wo würde es Sie hinziehen?

„Ja, ich tue es gerne. Normalerweise reise ich innerhalb Europas, in Länder/Städte die ich nicht kenne, aber ich bin immer offen für andere Vorschläge.“

 

 10. Was sind Ihre persönlichen Erfahrungen damit, eine Fremdsprache zu erlernen? Haben Sie ermutigende Wort oder Tipps für Leute, die gerne eine Sprache erlernen möchten?

„Eine neue Fremdsprache zu lernen ist nicht einfach, das benötigt Arbeit. Aber wenn man Lust und Interesse hat, klappt es!“

„Wichtig finde ich, Kontakt mit Muttersprachlern zu haben. Besondere Redewendungen sind ohne sie schwer zu erlernen.“

 

Sie benötigen eine Georgisch- oder Spanischübersetzung? Dann sind Sie hier richtig!

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